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Glasfaser-Ausbau 2026: NRW nahezu auf Bundesniveau

Geschrieben von Online Team | Sep 26, 2026, 10:00:00 AM

Glasfaser wird in immer mehr Städten und Gemeinden zum festen Bestandteil der digitalen Infrastruktur. Neue Leitungen, Hausanschlüsse und Bauprojekte zeigen vielerorts, dass der Ausbau weiter vorankommt.

Wie stark sich die Situation verändert hat, zeigt die aktuelle BREKO Marktanalyse 2026. Besonders interessant für sewikom ist dabei der Blick auf Nordrhein-Westfalen: Mit einer Glasfaserausbauquote von 61,2 % liegt NRW inzwischen nur noch 0,8 Prozentpunkte unter dem bundesweiten Wert von 62,0 %.

Damit entwickelt sich Nordrhein-Westfalen beim Glasfaser-Ausbau nahezu im Gleichschritt mit Deutschland.

NRW wächst fast im Gleichschritt mit Deutschland

Bundesweit ist die Glasfaserausbauquote innerhalb eines Jahres von 52,8 % auf 62,0 % gestiegen. Damit können inzwischen rund 28,7 Millionen Haushalte und Unternehmen grundsätzlich über Glasfaser erreicht werden.

Auch Nordrhein-Westfalen legt deutlich zu. Mitte 2025 lag die Ausbauquote hier noch bei 52,4 %, ein Jahr später sind es bereits 61,2 %. Das entspricht einem Plus von 8,8 Prozentpunkten innerhalb von zwölf Monaten.

Der direkte Vergleich ist besonders spannend: 2025 trennten NRW und den Bundesdurchschnitt lediglich 0,4 Prozentpunkte. 2026 beträgt der Abstand 0,8 Prozentpunkte. Nordrhein-Westfalen entwickelt sich damit weiterhin nahezu auf Bundesniveau.

Wichtig dabei: Die Ausbauquote bedeutet nicht automatisch, dass jeder dieser Haushalte bereits einen aktiven Glasfaser-Anschluss nutzt. Sie zeigt zunächst, wie weit die Glasfaser-Infrastruktur grundsätzlich ausgebaut ist.

Quelle: BREKO Marktanalyse 2026  

In einem Jahr: plus 8,8 Prozentpunkte für NRW 

Für ein großes Flächenland wie Nordrhein-Westfalen ist diese Entwicklung besonders relevant. Der Ausbau konzentriert sich schließlich nicht nur auf dicht besiedelte Großstädte. Auch kleinere Städte, Gemeinden und ländliche Ortsteile müssen Schritt für Schritt mit Glasfaser-Infrastruktur erschlossen werden.

Genau das macht den Blick auf NRW auch für sewikom interessant. Denn viele unserer Ausbaugebiete liegen in Ostwestfalen-Lippe, unter anderem in den Kreisen Höxter und Lippe. Hier spielen kleinere Kommunen und ländlich geprägte Gebiete eine wichtige Rolle.

Die landesweite Ausbauquote lässt sich natürlich nicht auf einzelne Netzbetreiber zurückführen. Mit unseren Ausbauprojekten leisten wir aber vor Ort unseren Beitrag dazu, dass Glasfaser auch außerhalb großer Ballungsräume für immer mehr Haushalte und Unternehmen verfügbar wird.

Auf unserer Ausbauübersicht findest du die Städte und Gemeinden, in denen sewikom bereits ausgebaut hat oder aktuell am Glasfaser-Ausbau arbeitet.

Die Leitung in der Straße ist erst der Anfang

Eine Ausbauquote von 61,2 % klingt zunächst so, als wäre ein Großteil der Arbeit bereits erledigt. Doch zwischen verfügbarer Infrastruktur und einem tatsächlich genutzten Glasfaser-Anschluss liegen noch weitere Schritte.

Dabei lassen sich drei Stufen unterscheiden:

Glasfaser verfügbar: Die notwendige Infrastruktur ist vor Ort vorhanden und eine Adresse kann grundsätzlich erreicht werden.

Gebäude angeschlossen: Die Glasfaser wurde tatsächlich bis zum Gebäude beziehungsweise zum vorgesehenen Anschlusspunkt geführt.

Anschluss aktiv genutzt: Der Anschluss ist aktiviert und wird von einem Kunden tatsächlich für Internet und weitere Dienste genutzt.

Gerade diese Unterscheidung ist wichtig. Deutschlandweit liegt die Glasfaseranschlussquote Mitte 2026 bei 29,8 %. Insgesamt sind 13,8 Millionen Haushalte und Unternehmen tatsächlich angeschlossen. Aktiv genutzt werden davon rund 7,9 Millionen Glasfaser-Anschlüsse.

Die steigende Ausbauquote ist deshalb ein wichtiger Fortschritt, aber eben nur ein Teil der Entwicklung.

Weiterbauen und vorhandene Netze nutzbar machen

Für die kommenden Jahre ergeben sich daraus zwei Aufgaben gleichzeitig. Einerseits müssen weitere Städte, Gemeinden und Ortsteile mit Glasfaser erschlossen werden. Andererseits muss die bereits vorhandene Infrastruktur ihren Weg bis in die Gebäude und Wohnungen finden.

Genau hier endet die Arbeit eines Netzbetreibers nicht mit der Baustelle in der Straße. Hausanschlüsse müssen hergestellt, Anschlüsse aktiviert und Kunden auf dem Weg zur tatsächlichen Nutzung begleitet werden.

Auch für sewikom bedeutet Glasfaser-Ausbau deshalb mehr als das Verlegen neuer Leitungen. In unseren Ausbaugebieten in Ostwestfalen-Lippe geht es darum, aus vorhandener Infrastruktur Schritt für Schritt tatsächlich nutzbare Glasfaser-Anschlüsse zu machen.

NRW ist beim Glasfaser-Ausbau fast auf Bundesniveau

Die BREKO Marktanalyse 2026 zeigt eine klare Entwicklung: Nordrhein-Westfalen wächst beim Glasfaser-Ausbau nahezu im Gleichschritt mit Deutschland. Mit einer Ausbauquote von 61,2 % fehlen nur 0,8 Prozentpunkte zum bundesweiten Wert.

Das ist ein großer Schritt. Gleichzeitig zeigt der Blick auf Anschluss und Nutzung, dass der Ausbau damit noch nicht abgeschlossen ist.

Jetzt geht es um beides: weitere Gebiete erschließen und gleichzeitig die bereits gebaute Glasfaser-Infrastruktur bis zu den Menschen bringen. Genau daran arbeitet sewikom in der Region weiter, von der Straße über den Glasfaser-Hausanschluss bis zur tatsächlichen Nutzung.

 Quelle: BREKO Marktanalyse 2026, Stand 30. Juni 2026.