Früher war klar: Helm auf beim Fahrradfahren, nicht mit Fremden mitgehen und zu Hause sein, wenn es dunkel wird. Aber heute kommt noch etwas dazu: Das Internet und damit richtig umzugehen, ist manchmal komplizierter als der Straßenverkehr oder der Pausenhof.
Aber hier kommt die gute Nachricht: Du musst kein Technik-Profi sein, um dein Kind online zu schützen. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks schaffst du schon eine richtig gute Basis.
Cybermobbing und Scam: Wann das Internet zur Gefahr wird
Einmal zurück zum Anfang, warum ist Internet-Schutz für dein Kind denn überhaupt wichtig?
Ganz ehrlich: Das Internet ist etwas Großartiges. Vor allem mit unserer stabilen und blitzschnellen Glasfaser-Leitung. Dein Kind kann dort lernen, kreativ sein, spielen und mit Freunden in Kontakt bleiben. Aber es gibt eben auch Schattenseiten, dein Kind kann auf Inhalte stoßen, die es überfordern oder verunsichern, wie zum Beispiel: ungefilterte oder nicht altersgerechte Videos, Fake-Gewinnspiele, Kostenfallen in Spielen, Cybermobbing oder Fremde Personen in Chats. Und nein, das passiert nicht nur "den anderen", das passiert leider viel zu oft, denn Kinder klicken oft schneller, als sie lesen oder einschätzen können, was dahintersteckt und genau deshalb brauchen sie dich als Begleitung.
Was du konkret tun kannst, um dein Kind zu schützen
Richte eine Kindersicherung ein, das dauert keine 10 Minuten
Ob Smartphone, Tablet, Smart-TV oder Spielekonsole, fast jedes Gerät bringt heute integrierte Jugendschutz-Funktionen mit.
Du kannst zum Beispiel:
- Bildschirmzeiten begrenzen
- App-Downloads freigeben oder blockieren
- Altersfreigaben einstellen
- In-App-Käufe deaktivieren
Das klingt erstmal technisch, ist aber meist in wenigen Klicks erledigt. Unser Tipp: Richte neue Geräte gemeinsam mit deinem Kind ein. So erklärst du direkt, warum bestimmte Regeln sinnvoll sind und stärkst ganz nebenbei auch schonmal die Medienkompetenz deines Kindes.
Sorge für ein sicheres WLAN zu Hause
Viele denken bei Online-Schutz zuerst an Apps, aber die Sicherheit beginnt schon bei deinem Heimnetz. Darauf solltest du achten:
- Ein starkes WLAN-Passwort
- Regelmäßige Router-Updates
- Ein separater Gastzugang für Besucher
- Bei Bedarf: Zeitsteuerung oder Filterfunktionen im Router
Das ist wichtig, denn ein gut gesichertes Heimnetz schützt nicht nur dein Kind, sondern auch deine persönlichen Daten.
Die besten Lern- Apps zum Erfolg
Lernen darf natürlich trotzdem Spaß machen, denn das Internet bedeutet nicht automatisch Gefahr. Im Gegenteil: Es gibt viele tolle Lern-Apps, mit denen dein Kind sicher und spielerisch Neues entdecken kann. Deswegen haben wir natürlich auch noch ein paar Tipps für kostenlose Lern-Apps für euch:
ANTON
Eine umfassende Lern-App, die interaktive Übungen in Fächern wie Mathematik, Deutsch und Englisch bietet. Die App passt sich dem Lernstand des Kindes an und ist ideal für gezieltes Üben
Khan Academy Kids
Diese App bietet eine Vielzahl von Bildungsaktivitäten für Kinder im Grundschulalter, darunter Mathematik, Lesen und Schreiben. Sie ermöglicht es Kindern, grundlegende Fähigkeiten auf unterhaltsame Weise zu erlernen.
Duolingo ABC
Mit der App können Kinder durch interaktive Spiele und Übungen, die auf das jeweilige Niveau der Kinder abgestimmt sind, lesen und schreiben lernen.
Also abschließend können wir sagen, Schutz heißt begleiten, nicht kontrollieren. Du musst nicht alles überwachen. Aber mit ein paar technischen Grundeinstellungen, einem sicheren WLAN und offenen Gesprächen schaffst du eine starke Basis für den digitalen Alltag.
